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Freiburger Münster

Bombennacht 1944 in Freiburg

"Operation Tigerfish" war der militärische Codename für den Bombenangriff auf Freiburg am Abend des 27. November 1944. Dem Angriff durch die Royal Air Force fielen rund 2.800 Menschen zum Opfer.

Grundsätzlich stand Freiburg bei den Alliierten nicht an vorderster Stelle, so dass die Freiburger lange Zeit die Hoffnung hegten im Bombenkrieg verschont zu werden. Die Einwohner waren sich der allgemeinen Gefahr überhaupt nicht bewusst.

In der Stadt gab es kaum kriegsrelevante Industriegebiete oder militärische Ziele. Jedoch stellte Freiburg durch die verkehrsgünstige Lage an der Rheintalbahn und der Bahnlinie über Breisach einen wichtigen Knotenpunkt für die Truppenverschiebung dar, die sich von Westen aus näherte. Es war General Eisenhower, der befahl die Eisenbahn- und Verkehrsknotenpunkte aus der Luft anzugreifen. Ziel wurde schließlich eine großflächige Zerstörung Freiburgs durch englische Truppen.

Nahezu gänzlich zerstört wurden der Altstadtkern, Stadtteile wie Neuburg, Betzenhausen und Mooswald, sowie der nördliche Teil des Stühlingers.

Einer Sage zufolge rettete ein Erpel im Stadtgarten vielen Menschen das Leben. Der Erpel schien den Bombenangriff geahnt zu haben und schnatterte so angsterfüllt, dass sich einige der Anwohner dazu bewegt fühlten im Bunker des Schlossbergs Schutz zu suchen. Heute erinnert ein Denkmal im Stadtgarten an genau diesen Erpel.

Ebenfalls die Menschen, die aus Überzeugung Schutz im Freiburger Münster suchten überlebten. Es scheint ein Wunder, dass das Freiburger Wahrzeichen, mit dem 117 Meter hohen Turm, den Angriff nahezu unbeschädigt überstanden hat. Rund um das Münster waren alle Häuser getroffen und zerstört. Günstig für das Münster war die offene Konstruktion, denn die sorgte für einen Ausgleich des großen Luftdrucks, der durch die Bomben erzeugt wurde.