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Freiburger Münster

Besançon

Nur etwa zwei Stunden von Freiburg entfernt liegt Freiburgs erste und somit älteste Partnerstadt – die ostfranzösische Stadt Besançon. Die Bisontinerinnen und Bisontiner können auf eine lange Geschichte ihrer Stadt zurückblicken, denn bereits im Mittelalter war Besançon bekannt als eine freie Stadt im Heiligen Römischen Reich. Erst seit 1678 gehört Besançon offiziell zu Frankreich. In Zeiten der Industrialisierung wurde die Stadt zum Zentrum der französischen Uhren- und Textilindustrie und daran hat sich bis heute nicht viel verändert. Es verwundert daher nicht, dass Besançon führend in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologie ist. Trotz eines großen Industriesektors gilt Besançon nicht zuletzt wegen der mehr als 120 km Wanderwege in den vielen Grün- und Parkanlagen als grünste Stadt Frankreichs. Zudem hat Besançon unter allen französischen Städten die dritthöchste Lebensqualität. Landschaftlich sehenswert ist die Stadt allemal, denn die Region Franche-Comté, in der sich die Stadt befindet, liegt zwischen den schönen Regionen Elsass und Lothringen im Norden und den Rhône-Alpes im Süden. Das Panorama der Stadt wird zudem durch den Fluss Doubs verschönert.
Nicht nur die hohe Lebensqualität zeichnet Besançon aus. Auch wegen der vielen historischen Artefakte in der Stadt, eines allgemeinen großen kulturellen Erbes und der einzigartigen Architektur trägt Besançon seit 1986 die Auszeichnung Stadt der Kunst und Geschichte. Viele kreative Köpfe und Künstler nannten Besançon ihr Zuhause: Maler, Musiker, Architekten und Schriftsteller wie der weltbekannte Victor Hugo. Die militärischen Befestigungsanlagen Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon von Besançon zählen seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Eine wesentliche kulturelle Gemeinsamkeit der beiden Partnerstädte Besançon und Freiburg sind die Bauwerke des französischen Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban. Während Freiburg heute nur noch auf ein paar wenige Überreste Vaubans, wie z.B. der ehemaligen Einfahrt ins Breisacher Tor (heute Eingang zum Restaurant Coucou), verweisen kann, ist in Besançon die von Vauban erbaute Zitadelle aus dem Jahr 1771 erhalten geblieben. Sie erstreckt sich über 11 Hektar und ist das Wahrzeichen der Stadt. Auch das Porte Noire, ein Triumphbogen aus der Römerzeit, zählt zu den kulturell wertvollen Artefakten der Stadt. Neben den Befestigungsanlagen aus der Vergangenheit prägen auch viele Kirchengebäude, wie die römisch-katholische Kathedrale Saint-Jean das Stadtbild. Auch die Universität der Franche-Comté gehört zu Besançon und hat rund 21.000 immatrikulierte Studenten. Im Rahmen eines Erasmus-Abkommens kooperiert sie mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.